Schauspielergesetz

Seit Entstehung des Gesetzes 1922 wurde das Schauspielergesetz bis 2009 zwar einige Male kommentiert, jedoch nie novelliert. Die Unter-AG der IMAG zum Arbeitsrecht hat sich 2010 die Novellierung und gleichzeitige Anpassung an die nationalen und europäischen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen zur Aufgabe gemacht.

In etwa monatlich stattfindenden Sitzungen gelang der Unter-AG im Herbst ein erster Durchgang durch die bestehenden Paragraphen des in großen Teilen novellierungsbedürftigen Schauspielergesetzes. Der zentrale und politisch heikle Punkt des Geltungsbereichs des Schauspielergesetzes wurde zunächst ausgeklammert und wurde dann seit März 2010 diskutiert.

Der Vorstand des VÖFS hat einstimmig beschlossen, die FilmschauspielerInnen in den Geltungsbereich des Gesetzes zu reklamieren, da diese Berufsgruppe gar keinen arbeitsrechtlichen Schutz genießt. Zunächst gab es von den anderen SitzungteilnehmerInnen keine Einwände gegen diese Forderung.

Bei der letzten Sitzung zum Geltungsbereich am 6. Mai 2010 zeigte sich, daß sowohl Arbeiterkammer, als auch Wirtschaftskammer und auch die zuständigen BeamtInnen keinerlei Anlaß sehen, die FilmschauspielerInnen in das Gesetz aufzunehmen. Lediglich die Sektion Bühne der Gewerkschaft KMSfB unterstützte das Anliegen des VÖFS, was letztlich nicht dafür reichte, die VerhandlungspartnerInnen zu überzeugen.

Auch wenn es nicht gelungen ist, die FilmschauspielerInnen in den Geltungsbereich des Gesetzes zu reklamieren, hält der VÖFS an seiner Forderung fest, für die FilmschauspielerInnnen denselben arbeitsrechtlichen Schutz zu erreichen.

In diesem Zusammenhang hat sich 2011 eine Arbeitsgruppe von Gewerkschaft und VÖFS – der vom Vorsitzenden Helmut Berger vertreten wird – gebildet, welche die Möglichkeiten diskutiert, wie ein Kollektivvertrag für FilmschauspielerInnen aussehen könnte.